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Verhalten bei Wunden, Hühneraugen oder Haut- und Nagelpilz

Wunden

Behandeln Sie Verletzungen nie mit Fußbädern, Salben, Tinkturen oder Pudern. Desinfizieren Sie die Wunde mit einem farblosen Mittel und verbinden Sie diese mit einem sterilen Verband oder Pflaster.

Wichtig!

Wenn

  • die Füße sich röten oder anschwellen
  • Schmerzen auftreten
  • Sie Fieber oder Schüttelfrost bekommen

müssen Sie schnellstens einen Arzt aufsuchen! Das sind Zeichen dafür, dass die Wunde sich entzündet hat.

"Die Wunde ist doch klein und harmlos, oder?"

Nein!

Für Sie als Diabetiker gibt es keine harmlosen Fußwunden mehr. Auch wenn die Wunde oberflächlich klein aussieht, kann der Fuß durch die Belastung im Inneren mehr geschädigt sein, als Sie ahnen. Weil Sie Schmerzen aufgrund Ihres Diabetes nicht mehr so deutlich empfinden können, kann nur ein Arzt entscheiden, wie die Wunde zu behandeln ist.

Übrigens können sich auch unter der Hornhaut Blutergüsse bilden, die sich im schlimmsten Fall infizieren und zu offenen Geschwüren führen können. Deshalb sollten Sie im Zweifelsfall immer zum Arzt gehen.

Hühneraugen

Verwenden Sie niemals Pflaster, Salben oder Tinkturen gegen Hühneraugen. Egal ob aus der Drogerie oder Apotheke. Alle diese Produkte enthalten Salicylsäure und können verheerende Hautschäden anrichten.

Gehen Sie lieber zu einem Fußpfleger, der sich mit Füßen von Diabetikern gut auskennt (Podologen) und lassen Sie dort Ihre Hühneraugen entfernen.

Haut- und Nagelpilz

Verfärbungen an der Haut oder Nägeln können auf eine Infektion mit Haut- oder Nagelpilz hindeuten. Wenn Ihre Haut geschädigt ist, können Pilzfäden eindringen. Diese kommen häufig im Schwimmbad, in Blumenerde oder auf Fell von Katzen und Hunden vor. Ein Fußpilz erleichtert es anderen Keimen, in Ihren Körper einzudringen. Das ist nicht selten die Ursache für schwere Infektionen und Amputationen. Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Arzt beraten.