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Schuhe und Strümpfe

Schuhe

Überprüfen Sie Ihre Schuhe immer sehr genau, bevor Sie sie anziehen, indem Sie die Hand ganz in den Schuh stecken. Suchen Sie nach Fremdkörpern, drückenden Nähten oder offenem Futter, das scheuern könnte.

Denken Sie auch immer daran, dass man in der eigenen Wohnung meistens viel mehr Schritte geht, als man denkt. Sie brauchen also geeignete Hausschuhe, die Sie schützen, wenn Sie gegen einen Bettpfosten oder einen Gegenstand stoßen. Im Urlaub sollten Sie mehr als ein Paar Schuhe dabeihaben.

Strümpfe

Füsse

Wechseln Sie Socken oder Strümpfe jeden Tag. Achten Sie darauf, gut sitzende Socken zu tragen. Auftragende Nähte oder einschnürende Ränder drücken die Blutzufuhr ab. Strümpfe mit Nähten sollten auf „links“ getragen werden, damit die Nähte nicht drücken. Zu weite und große Socken bilden Falten, die zu Blasen an den Füßen führen können.

Am besten sind helle Strümpfe mit einem hohen Anteil von Baumwolle. Auf hellen Farben zeigen sich Flecken, wenn Sie sich unbemerkt verletzt haben.

Der perfekte Schuh

Geeignete Schuhe haben genug Platz für die Zehen und den Vorfuß mit seinen Knochenvorsprüngen. Das Leder ist weich und versteifende Kappen gibt es im Vorfuß nicht. Dieser Schuh wird daher auch nicht im Vorfuß gehalten wie eine Schlappe, sondern im Rückfuß und muss daher einen Verschluss haben, entweder mit Klettverschlüssen oder eine Schürung.

Die Nähte sollten nicht auftragen und die Sohle nicht zu dünn und stoßdämpfend sein. Beim Wandern tragen Sie möglichst Stiefel, die für diesen Sport geeignet sind. Diese geben Ihren Füßen einen besseren Halt.

Sogenannte Gesundheitsschuhe mit hartem Korkbett oder Sandalen sind nicht das richtige Schuhwerk für Diabetiker. Hier können sich unbemerkt Druckstellen oder Druckgeschwüre bilden. Badeschuhe sollten wirklich nur im Schwimmbad getragen werden. Für den täglichen Gebrauch sind sie ungeeignet. Schuhe mit hohen Absätzen belasten den Vorderfuß zu stark.

Der Schuhkauf

Kaufen Sie neue Schuhe am besten nachmittags oder abends. Füße schwellen im Laufe des Tages etwas an. Lassen Sie Ihre Füße ausmessen. Weil Sie weniger Gefühl in den Füßen haben, laufen Sie Gefahr, zu enge Schuhe zu wählen, weil Sie in engen Schuhen eher das Gefühl des Halts haben.

Laufen Sie neue Schuhe vorsichtig ein, maximal eine halbe Stunde am Tag. Benutzen Sie sie nicht, wenn Sie wandern wollen oder einen längeren Einkauf planen.

Fühlen Sie von außen durch das Leder, ob die Schuhe ihre Füße einpressen. Der Abstand zwischen der Spitze der großen Zehe und der Spitze des Innenschuhs sollte 1 cm betragen (Ausnahme spezielle sehr weiche Schuhe oder Mokassins, die enger gearbeitet sein können). Wenn Sie nicht mehr so gelenkig sind, dass Sie das problemlos mit Ihren Händen fühlen können, nehmen Sie eine Begleitung mit.

Schützende Schuhe

Wenn Ihr Arzt feststellt, dass sich Ihre Füße ohne schützendes Schuhwerk Gefahr laufen, Verletzungen zu erleiden, kann er Ihnen spezielle Schuhe verordnen. Es gibt:

  • konfektionierte Schutzschuhe, die industriell gefertigt sind.
  • semikonfektionierte Schutzschuhe, die industriell vorgefertigt und individuell für Sie zusammengebaut werden.
  • orthopädische Maßschuhe, die der Schuhmacher individuell für Sie anpasst.

Die Schuhe müssen immer vom verordnenden Arzt kontrolliert werden.

Einlagen

Auch die Einlagen haben eine ähnliche Abstufung in dem Fertigungsaufwand in Abhängigkeit von der Problematik Ihrer Füße.

Einlagen sollten Sie nur benutzen, wenn Sie Ihnen verschrieben worden sind. Außerdem müssen sie lang und breit genug für Ihren Fuß sein. Benutzen Sie niemals halbe oder dreiviertel große Einlagen. Diese können verrutschen und die Kanten können Ihren Fuß verletzen. Dasselbe gilt für hohe Ränder oder Ausschnitte. Das richtige Material ist atmungsaktiv und hell, damit können Sie sehen, ob sich irgendwo Schmutz sammelt oder Sekret aus einer Wunde austritt.

Auch Ihre Einlagen sollten Sie regelmäßig auf Risse oder Verschleiß überprüfen. Am besten gehen Sie zu einem Orthopädieschuhmacher.

Schuhpflege

Kümmern Sie sich regelmäßig um Ihre Schuhe und Einlagen. Putzen Sie die Schuhe, überprüfen Sie diese außen und innen auf Schäden. Sie können Ihre Schuhe auch aussaugen oder waschen. Bewahren Sie Schuhe immer an einem trockenen Ort auf.

Einlagen sollten Sie herausnehmen, waschen und trocknen lassen. Trocknen Sie Einlagen bitte nicht im Wäschetrockner, das zerstört sie.

Befragen Sie Ihren Orthopädieschuhmacher gründlich über die perfekte Pflege für Ihre Schuhe. Er wird Ihnen gerne weiterhelfen.

„Barfuß gehen ist gesund.“ – Aber nicht für Diabetiker

Gerade in der Presse liest man immer wieder, dass barfuß oder in Strümpfen laufen besonders gesund sei. Für Diabetiker gilt das nicht. Selbst kleinste Sandkörnchen können zu Verletzungen führen, ganz einfach weil Sie diese nicht mehr spüren.

In Bädern, an Stränden oder beim Baden im Meer oder einem See sollten Sie Badeschuhe tragen. Gut sind sog. „Beach-Socks“. Diese sind waschbar und haben eine Latexsohle.